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FLÄCHENFRAß!

WIR FORDERN DEN SCHUTZ DES LANDSCHAFTS- UND ERHOLUNGSRAUMES DORNBERG - BABENHAUSEN

Das Ortsteilentwicklungskonzept

Das Ortsteilentwicklungskonzept entstand ursprünglich Ortsteilentwicklungskonzept Babenhausen / Dornbergaus einer Initiative der Bezirksvertretung Dornberg, mit der diese einen Weg finden wollte, partizipativ zu ermitteln, wo in Dornberg maßvoll eine bauliche Weiterentwicklung stattfinden könnte und der Stadtteil trotzdem in seiner Struktur erhalten bliebe. Positives Beispiel war der Prozess der Einbeziehung der Bürger*innen Schröttinghausens, wo die Partizipation zu einem allseits akzeptierten Zubau und zu konsensualer Stadtteilentwicklung geführt hat.

Eigenmächtiges Vorgehen der Stadtverwaltung

Die von der BV beauftragte Stadtverwaltung hat jedoch eigenmächtig einen anderen Weg eingeschlagen und aus dem Auftrag für 100.000 EUR durch zwei externe Planungsbüros ein "Konzept" (Sachstandsbericht 2017) machen lassen, das den gesamten Stadtteil durch massive Bebauung umgestaltet. Das war nicht im Interesse der Bezirksvertretung und ist auch nicht im Interesse der Bürger*innen. Letztere haben das auf der Sitzung auch sehr deutlich gemacht (vgl. Pressechronik, NW, 9.6.2017).
Die Bürger*innen haben dann an Plakatwänden Äußerungen zum "Sachstandsbericht 2017" gemacht, die anschließend von der Stadt / dem Planungsbüro weiterbearbeitet werden sollten.

Innovativer, aber ungeeigneter Einbezug der Bürger*innen

Der weitere Prozess der Einbeziehung der Bürger*innen war neuartig - im Rahmen eines "Brettspiels" konnten Bürger*innen in mehreren betreuten Arbeitsgruppen den Stadtteil auf dem Reißbrett mit "entwickeln", d.h. deutlich machen, wo sie welche Form von Entwicklung oder Erhalt bevorzugen.
Leider war das Material ungeeignet: Es gab Karten ohne Straßenbeschriftungen, in denen die Bürger*innen kaum Orientierung fanden, der zeitliche Rahmen war viel zu knapp bemessen, gleichzeitig sollte geplant und evaluiert werden, viel Zeit wurde mit der vorherigen Präsentation vertan und die Möglichkeit zur Vorbereitung war nicht gegeben. Wesentliche Daten, z.B. zum Verkehr fehlten ganz! Damit war das Vorgehen zwar innovativ, aber in der Umsetzung keinesfalls dafür geeignet, zu substanziellen Ergebnissen zu kommen, die wirklich die Meinung der Bürger*innen widerspiegeln - allenthalben kam ein Zufallsergebnis heraus, keinesfalls jedoch ein wirklich durchdachtes und diskursiv entstandenes Bild, das alleine aufgrund des Datenmangels gar nicht entstehen konnte.

Ergebnis: "Sachstandsbericht" 2019

Dementsprechend wurde das Endprodukt bei der Vorstellung durch die Stadtverwaltung (das Planungsbüro glänzte durch Abwesenheit) von der Bezirksvertretung und den zahlreich anwesenden Bürger*innen förmlich in der Luft zerrissen. Es wurde deutlich, dass diese sich und ihre Meinungen in dem Produkt überhaupt nicht reprüäsentiert fanden.
Ein konsensual-partizipatives Vorgehen gab es so nicht. Genausogut hätte die Stadtverwaltung sich auch alleine hinsetzen können und ein solches Papier erstellen können. So hat man ein Ortsteilentwicklungs"konzept", das vor Ort auf keine Zustimmung stößt - anders als in Schröttinghausen. Sie finden den "Sachstandsbericht 2019" hier.

Wie die Stadt Bielefeld den Planungsprozess beschreibt, finden Sie hier.

Aktuell

Klimastreik
Aufruf zur Teilnahme am nächsten weltweiten Klimastreik von Fridays for Future in Bielefeld am 29.11.2019 um 12:05, diesmal am Kesselbrink

Klimastreik
12.09.2019
Gutachten zur Kosten-Nutzen-Berechnung der Stadtbahnverlängerung muss für den Fördermittelgeber nachgebessert werden
Wir haben erfahren, dass offenbar nicht nur wir die Berechnung des volkswirtschaftlichen Nutzwertes anzweifeln. Offenbar will auch der Fördermittelgeber NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe), dass das Gutachten noch einmal besser durchgerechnet wird.
9.9.2019
Stadtbahn über das Feld nach Ortsteilentwicklungskonzept  führt zu Abriss von neu gebauter Haltestelle, von Gleisen, anderen Bauten und evtl. Teilen der Dürerstraße samt Kreisverkehr
Die Verwirklichung der Weiterführung der Stadtbahn über den Poggenpohl (OEK, S.37) bedeutet, dass die neu zu bauende Endhaltestelle Dürerstraße (die dazu dienen soll, dass die Linie 4 irgendwann durch die Dürerstraße geführt wird), ca. 100m Gleis, eine Lärmschutzwand, sowie Infrastrukturbauten (z.B. der Aufenthaltsraum), d.h. alles Neubauten, mit dem Weiterbau über das Feld wieder abgerissen und 100m vorher wieder aufgebaut werden müssen. Dasselbe gilt möglicherweise für einen Teilabriss der dann neuen, an die Haltestelle anhängenden Dürerstraße samt Kreisverkehr.
Das ist für uns (und bestimmt auch für den Bund der Steuerzahler/innen) zum einen eine weitere Verschwendung von Millionen EUR Steuermitteln. Zudem fragen wir die Politik, was das für den Gestaltungsplan des Bebauungsplans Grünewaldstraße bedeutet, z.B. hinsichtlich der Lärmbelastung des künftigen Wohngebietes und hinsichtlich der Wegeachse, für die extra der gut erhaltende ortsbildprägende Kotten abgerissen werden soll.
 
1.9.2019
160 Personen beim Schnatgang
Es gab eine Station, an der die Beeinträchtigung des Gebietes durch den Weiterbau der Schloßhofstraße und der Stadtbahnlinie über eine Brücke über den Babenhauser Bach (Höhenunterschied: 7 Meter) visualisiert wurde.
Außerdem wurde das Gutachten zur Wirtschaftlichkeit der Linie 4 bis Dürerstraße (sog. "standardisiertes Verfahren") kritisch hinterfragt. Weiterhin konnten die Schnatgänger die Bedeutsamkeit der Bachauen des Babenhauser Baches und des Johannisbaches vor Ort erleben.
Ein Landwirt erklärte die existenzielle Bedrohung seines Betriebes bei der Abgabe von Flächen und erläuterte die herausragende Bodenqualität in Babenhausen (80-90, dagegen in Senne 30-40). "Bielefeld-natürlich" stellte die stadtklimatisch herausragende Bedeutung des Gebietes zur Kaltluftversorgung für die Stadtteile Gellershagen und Schildesche vor, deren Wichtigkeit in den Sommern 2019 und 2018 direkt erlebbar war. Die Bebauung würde zu einer Aufheizung der Stadtteile führen.

 
2.5.2019
Das überarbeitete Ortsteilentwicklungskonzept

Hier weitere Informationen seitens der Stadt. Vor allem die konkrete Planungsskizze ist erschreckend-interessant. Alle unsere warnenden Überlegungen zum Thema Verkehr werden drei Jahre später bestätigt. Konkret bedeutet es: auf dem Wäldchen am Poggenpohl/Röteweg und den Feldern herum ist eine bis zu fünfgeschossige(!) Bebauung vorgesehen. Insgesamt muss zunächst von 20.000 zusätzlichen Kfz-Bewegungen ausgegangen werden (die hoffnungsvoll schöngerechnet werden) - mehrere Tausend davon betreffen die Schloßhofstraße.
 
8.6.2017
Ortsteilentwicklungskonzept, in der Version, wie sie heute mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Grundschule Babenhausen diskutiert wurde
 
Radentscheid Logo

Wir unterstützen die Ziele des Radentscheides Bielefeld, weil wir der Meinung sind, dass der ÖPNV zwar unverzichtbar ist, um eine lebenswertere Stadt zu erhalten und den motorisierten Individualverkehr zurückzudrängen, aber die Möglichkeiten des Umstieges auf das Fahrradfahren in Bielefeld  immer noch stark unterschätzt werden - auch sichtbar an den Begründungen und Skizzen der aktuellen Planungen.