STOPPT DEN
FLÄCHENFRAß!

WIR FORDERN DEN SCHUTZ DES LANDSCHAFTS- UND ERHOLUNGSRAUMES DORNBERG - BABENHAUSEN

Fragen zur Linie 4 an die Politik

Noch vor den ersten Entscheidungen in den politischen Gremien Bezirksvertretung (BV) Dornberg und Stadtentwicklungsausschuss (StEA) zur Verlängerung der Stadtbahnlinie 4 bis zur Dürerstraße haben wir die beteiligten Politiker/innen nach ihren Auffassungen,  Einschätzungen und Beurteilungen der für ihre Entscheidung relevanten Fakten befragt. Wir wollten die Entscheidungsträger/-innen dazu anregen, sich vor der Abstimmung noch einmal genau mit den Entscheidungsgrundlagen zu beschäftigen. Daher haben wir sie gefragt, wie sie abstimmen werden und wie sie ihre Haltung begründen. Wir wollten damit auch vereinfachenden "Argumenten" entgegentreten (z.B. "für oder gegen die Uni"; "für oder gegen den Ausbau des ÖPNV"; "für oder gegen die Entwicklung Bielefelds"; "für oder gegen den Landschaftsverbrauch"), denn um diese "entweder-oder"-Fragen geht es nicht. Wir möchten, dass die wirklich fachlich beste Lösung für alle(!) gefunden wird - unter hinreichender Sorgfalt und Zeit. Unser Weg war, die öffentlich zugänglichen Planungsunterlagen zu sichten und Fragen zu den Aspekten zu formulieren, die uns noch nicht überzeugen konnten.

Hier können Sie nachlesen, was wir genau gefragt haben.
Die Antworten der Politiker/-innen aus der BV Dornberg und dem StEA finden Sie unten. Machen Sie sich ein Bild, wessen Aussagen "ihrer" Vertreter/-innen in den politischen Gremien Sie nachvollziehen können.

Fragen zur Linie 4 an die Hochschulen und moBiel

Darüber hinaus haben wir Fragen an Vertreter/innen der Hochschulen und moBiel gestellt, um zu erfahren, ob die über fünf Jahre alten Planungsgrundlagen für diese Entscheidung heute noch zutreffen und ob die bisherigen Prognosen auch so eingetroffen sind.
Die Fragen dazu finden Sie hier. Die Antworten stehen unten.

Aktuell

Klimastreik
Aufruf zur Teilnahme am weltweiten Klimastreik von Fridays for Future in Bielefeld am 20.09.2019 um 12:05
Klimastreik
12.09.2019
Gutachten zur Kosten-Nutzen-Berechnung der Stadtbahnverlängerung muss für den Fördermittelgeber nachgebessert werden
Wir haben erfahren, dass offenbar nicht nur wir die Berechnung des volkswirtschaftlichen Nutzwertes anzweifeln. Offenbar will auch der Fördermittelgeber NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe), dass das Gutachten noch einmal besser durchgerechnet wird.
9.9.2019
Stadtbahn über das Feld nach Ortsteilentwicklungskonzept  führt zu Abriss von neu gebauter Haltestelle, von Gleisen, anderen Bauten und evtl. Teilen der Dürerstraße samt Kreisverkehr
Die Verwirklichung der Weiterführung der Stadtbahn über den Poggenpohl (OEK, S.37) bedeutet, dass die neu zu bauende Endhaltestelle Dürerstraße (die dazu dienen soll, dass die Linie 4 irgendwann durch die Dürerstraße geführt wird), ca. 100m Gleis, eine Lärmschutzwand, sowie Infrastrukturbauten (z.B. der Aufenthaltsraum), d.h. alles Neubauten, mit dem Weiterbau über das Feld wieder abgerissen und 100m vorher wieder aufgebaut werden müssen. Dasselbe gilt möglicherweise für einen Teilabriss der dann neuen, an die Haltestelle anhängenden Dürerstraße samt Kreisverkehr.
Das ist für uns (und bestimmt auch für den Bund der Steuerzahler/innen) zum einen eine weitere Verschwendung von Millionen EUR Steuermitteln. Zudem fragen wir die Politik, was das für den Gestaltungsplan des Bebauungsplans Grünewaldstraße bedeutet, z.B. hinsichtlich der Lärmbelastung des künftigen Wohngebietes und hinsichtlich der Wegeachse, für die extra der gut erhaltende ortsbildprägende Kotten abgerissen werden soll.
 
1.9.2019
160 Personen beim Schnatgang
Es gab eine Station, an der die Beeinträchtigung des Gebietes durch den Weiterbau der Schloßhofstraße und der Stadtbahnlinie über eine Brücke über den Babenhauser Bach (Höhenunterschied: 7 Meter) visualisiert wurde.
Außerdem wurde das Gutachten zur Wirtschaftlichkeit der Linie 4 bis Dürerstraße (sog. "standardisiertes Verfahren") kritisch hinterfragt. Weiterhin konnten die Schnatgänger die Bedeutsamkeit der Bachauen des Babenhauser Baches und des Johannisbaches vor Ort erleben.
Ein Landwirt erklärte die existenzielle Bedrohung seines Betriebes bei der Abgabe von Flächen und erläuterte die herausragende Bodenqualität in Babenhausen (80-90, dagegen in Senne 30-40). "Bielefeld-natürlich" stellte die stadtklimatisch herausragende Bedeutung des Gebietes zur Kaltluftversorgung für die Stadtteile Gellershagen und Schildesche vor, deren Wichtigkeit in den Sommern 2019 und 2018 direkt erlebbar war. Die Bebauung würde zu einer Aufheizung der Stadtteile führen.

 
2.5.2019
Das überarbeitete Ortsteilentwicklungskonzept

Hier weitere Informationen seitens der Stadt. Vor allem die konkrete Planungsskizze ist erschreckend-interessant. Alle unsere warnenden Überlegungen zum Thema Verkehr werden drei Jahre später bestätigt. Konkret bedeutet es: auf dem Wäldchen am Poggenpohl/Röteweg und den Feldern herum ist eine bis zu fünfgeschossige(!) Bebauung vorgesehen. Insgesamt muss zunächst von 20.000 zusätzlichen Kfz-Bewegungen ausgegangen werden (die hoffnungsvoll schöngerechnet werden) - mehrere Tausend davon betreffen die Schloßhofstraße.
 
8.6.2017
Ortsteilentwicklungskonzept, in der Version, wie sie heute mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Grundschule Babenhausen diskutiert wurde
 
Radentscheid Logo

Wir unterstützen die Ziele des Radentscheides Bielefeld, weil wir der Meinung sind, dass der ÖPNV zwar unverzichtbar ist, um eine lebenswertere Stadt zu erhalten und den motorisierten Individualverkehr zurückzudrängen, aber die Möglichkeiten des Umstieges auf das Fahrradfahren in Bielefeld  immer noch stark unterschätzt werden - auch sichtbar an den Begründungen und Skizzen der aktuellen Planungen.