STOPPT DEN
FLÄCHENFRAß!

WIR FORDERN DEN SCHUTZ DES LANDSCHAFTS- UND ERHOLUNGSRAUMES DORNBERG - BABENHAUSEN

Unsere Bewertung der 66 Ideen in der Broschüre "Strategiekonzept Wissenschaftsstadt Bielefeld"

Die unten stehende Tabelle können Sie auch als PDF-File herunterladen:
Kurzfassung (so wie auch unten dargestellt)
Langfassung (mit zusätzlichen Detailinformationen zu den einzelnen Unterpunkten)
Wir arbeiten daran, die Detailinformationen auch im HTML-Text sichtbar zu machen.

Auf einer eigenen Seite gibt es zusätzlich eine Analyse in Textform.

Übersicht - Maßnahmen aus dem "Strategiekonzept Wissenschaftsstadt Bielefeld"
("H" = Handlungsempfehlung, "P" = Prüfauftrag)
 

FAZIT:
Insgesamt stark unterschiedliche "Wertigkeit" der vorgeschlagenen Maßnahmen. Prioritäten werden nicht gesetzt. Überwiegende Mehrzahl der Steckbriefe nur "nice to have", aber wenig relevant für eine "Wissenschaftsstadt".
      Einfluss auf Entwicklung zur "Wissenschaftsstadt" Nutzen für Lehre, Forschung und Attraktivität des Campus Wahrscheinlichkeit für Umsetzung Aufwand für Umsetzung Kommentar
AG 1: Wissenschaft als Wertschöpfungsfaktor
1.01 P Akademie(n) für Wissenschaftliche Weiterbildung neutral gering neutral neutral Ambivalent, durchaus mit Nachteilen für "normale" Studierende.
1.02 H WJO-Rookies sehr gering sehr gering hoch sehr gering Überflüssig und lohnt die Diskussion nicht (Werbemaßnahme für WJO).
1.03 H Neu- und Umorientierung Studienabbrecherinnen und -abbrechern gering gering sehr hoch sehr gering Laufendes Projekt, Nutzen kaum zu erkennen.
1.04 P Bielefelder Personaloffensive sehr gering gering gering sehr gering Schadet nicht, kostet nicht ... aber bringt auch (fast) nichts.
1.05 H Allgemeine Studienorientierung gering gering sehr hoch sehr gering Bereits laufendes Projekt mit geringer Strahlkraft.
1.06 H Praxisintegrierte Bachelor- und weiterbildende Masterstudiengänge neutral neutral sehr hoch gering Bereits laufendes Projekt.
1.07 P Digitale Transferplattform OWL gering sehr gering sehr hoch gering Laufendes Projekt, Nutzen kaum zu erkennen.
1.08 P Vernetzung von Studierenden der Universität Bielefeld mit regionalen Unternehmen neutral neutral hoch sehr gering Werbung oder Nutzen für die Studierenden?
1.09 P Stabilisierung des Spitzencluster „it´s OWL“ hoch neutral hoch neutral Rechtfertigt der Erfolg von "it's OWL" eine Fortführung?
1.10 P Organisationsrahmen für die Ansiedlung von Forschungs- und Entwicklungszentren sehr gering sehr gering neutral gering Überflüssiger Organisationsrahmen. Forschungszentren werden in 2.09 erneut aufgegriffen.
1.11 H Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sehr hoch sehr hoch sehr gering sehr hoch Seit Jahrzehnten erfolglos versucht ...
1.12 P Identifikation und Weiterentwicklung von „Emerging Fields“ hoch hoch neutral sehr hoch Nur eine "Sprechblase".
1.13 P Stärkung der medizinischen Ausbildung in Bielefeld sehr hoch sehr hoch gering sehr hoch Sehr wichtig, aber von der Stadt weder mit Elan noch Erfolg vorangetrieben.
1.14 H Gründungsförderung gering sehr gering sehr hoch sehr gering Kaum vorstellbar, dass durch Gespräche mehr "Start Ups" entstehen.
1.15 H Rütteltest 2.0 sehr gering sehr gering neutral gering Lohnt die Diskussion nicht (Werbemaßnahme für WJO).
1.16 P Start-up Innovationslabore neutral neutral gering hoch Förderprogramm des Landes.
               
AG 2: Campusentwicklung              
2.01 H Konzept zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Campus hoch sehr hoch neutral hoch Momentan ist daran kaum ein Interesse zu sehen (von Seiten des BLB und des Rektorats der Uni).
2.02 P Eingangssituation des Universitätsgelände neutral neutral hoch hoch "Mogelpackung": Eigentlich geht es um den Abriss eines Parkhauses und Hochziehen eines Neubaus.
2.03 P Installationen für Fahrräder – Bereich UHG gering neutral hoch gering Nett, Gelder bewilligt, Maßnahme läuft.
2.04 H Flächen auf den Campus für Inkubatoren („Vor-Gründungsphase“) neutral gering gering hoch Es geht nur um die Anmeldung von Flächenbedarf ...
2.05 P Neubau für das Rechenzentrum der Universität hoch hoch neutral sehr hoch Planung läuft bereits.
2.06 H Kita Campus Nord gering neutral neutral hoch Kitas sind gut ... aber warum unbedingt auf dem Campus?
2.07 H Ausbau studentischen Wohnens hoch sehr hoch neutral hoch Unstrittig, aber alles andere als neu.
2.08 P Erweiterung des Angebotes für Freizeit- und Leistungssport gering hoch gering hoch Teuer und überflüssig.
2.09 H Vernetzte Infrastruktur für Kooperation mit forschenden Unternehmen hoch hoch neutral hoch Ausgestaltung des überflüssigen Steckbriefs 1.10
2.10 H Flächen für Kooperationspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft hoch hoch neutral sehr hoch Sehr ambivalent: Kurzfristig Vorteile, langfristige Erweiterungsmöglichkeiten werden zerstört.
2.11 H Gründung und Entwicklung von Start-up Unternehmen neutral gering gering hoch Variante von Steckbrief 2.04. Es soll noch mehr Fläche reserviert werden ...
2.12 H Forschungs- und Tagungsgebäude – Campus Nord hoch hoch sehr gering sehr hoch Geringe Realisierungschancen nach dem Debakel bei der Finanzierung der FH.
2.13 P Weiterer Forschungsbau – Campus Nord hoch hoch gering sehr hoch Sollte besser direkt am UHG realisiert werden.
2.14 P Ansiedlung der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW am Campus gering neutral neutral sehr hoch Sinnlos wg. Mangel an Kooperationsmöglichkeiten.
2.15 P Grundstücksentwicklung AZ-Gelände Kurt-Schumacher Straße hoch hoch neutral sehr hoch Hier muss ein höherwertiges Konzept her als "nur" ein Studentenwohnheim!
2.16 ? Planung eines neuen Stadtraums „Campus/Großdornberg“ hoch hoch neutral sehr hoch Sehr ambivalent: Kurzfristig Vorteile, langfristige Erweiterungsmöglichkeiten werden zerstört.
AG 3: Kommunikation zwischen Wissenschaft bzw. Hochschulen und Stadtgesellschaft
3.01 H Haus der Wissenschaft hoch neutral neutral hoch Hat Potenzial ... am vorgesehenen Standort aber nur für die Selbstdarstellung.
3.02 P Themenzyklen hoch gering neutral neutral Nette Öffentlichkeitsarbeit.
3.03 P Integration von Wissenschaft in bestehende Veranstaltungen hoch gering neutral neutral Nette Öffentlichkeitsarbeit.
3.04 H Mitgliederwerbekampagne durch die Universitätsgesellschaft Bielefeld gering gering sehr hoch sehr gering Eine Selbstverständlichkeit.
3.05 H Einrichtung einer alle zwei Jahre stattfindenden Wissenschaftskonferenz in Bielefeld neutral gering neutral gering Eine alte/etablierte Idee in neuem Gewand. Gebunden an die Realiserung von 3.01.
3.06 P Dauerhafte Sichtbarkeit im Stadtbild gering sehr gering gering gering Unausgegorene Idee, Diskussion überflüssig.
3.07 P Campus App neutral neutral sehr hoch sehr gering Ist im Wesentlichen identisch mit Steckbrief 4.01 (warum wurde das nicht abgestimmt?).
3.08 P Digitale Inszenierungen im öffentlichen Raum neutral sehr gering neutral gering Schadet nicht, kostet wenig ... und bringt auch wenig.
3.09 P Wissenschaftsnahe Events auf Facebook gering sehr gering sehr hoch sehr gering Als Steckbrief überflüssig. Passiert in sozialen Netzwerken sowieso automatisch.
3.10 H Webportal für Veranstaltungen mit Wissenschaftsbezug gering sehr gering sehr hoch sehr gering Einfügen von Links auf eine Webseite ... und dafür braucht's einen "Steckbrief" und eine "Handlungsempfehlung"? Peinlich.
AG 4: Stadtattraktivität und Willkommenskultur
4.01 H Virtuelles Welcome Center neutral neutral sehr hoch sehr gering Billige Weiterentwicklung von Web-Angeboten. Natürlich macht man das!
4.02 H Englischsprachiges Informationspaket gering gering sehr hoch sehr gering Schadet nicht, kostet nichts ... aber bringt auch (fast) nichts.
4.03 H Zentrale Anlaufstelle für Wohnraumsuchende gering gering sehr hoch sehr gering Schadet nicht, kostet nichts ... aber bringt auch (fast) nichts.
4.04 P Freiräume für Gestaltung bereitstellen gering gering sehr hoch gering Schadet nicht, kostet wenig ... aber bringt auch (fast) nichts. Placebo für die ASTen.
4.05 H Mehrsprachige Informationen im ÖPNV sehr gering sehr gering sehr hoch sehr gering Schadet nicht, kostet nichts ... aber bringt auch (fast) nichts.
4.06 P Etablierung eines Dual Career Service gering sehr gering gering neutral Wird absehbar an der Realität scheitern ...
4.07 P Internationale Schule im Campusquartier gering sehr gering sehr gering sehr hoch Unsinn unter allen Aspekten.
4.08 H Empfang des Oberbürgermeisters für neuberufene Professorinnen und Professoren sehr gering sehr gering gering sehr gering Schadet nicht, kostet nicht ... aber bringt auch (fast) nichts.
4.09 H Vereinbarung zwischen der Stadt Bielefeld und den Hochschulen betreffend die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissenschaftlicher Tagungen neutral neutral neutral gering Eigentlich peinlich, wenn so eine Selbstverständlichkeit einer formellen Vereinbarung bedarf.
AG 5: Mobilitätskonzept für den Hochschulcampus
5.01 H Verbindung Stadtbahn Linie 3 und 4 hoch hoch neutral sehr hoch Sprengkraft, weil sinnvoll nur im Kontext von 2.16.
5.02 H Buslinie 31 im 10 Minuten Takt sehr gering sehr gering gering neutral Lohnt die Diskussion nicht.
5.03 H Buslinie 31 zum Campus Nord sehr gering sehr gering sehr gering neutral Lohnt die Diskussion nicht.
5.04 H Buslinie 57 und 58 häufiger sehr gering sehr gering sehr gering neutral Lohnt die Diskussion nicht.
5.05 H Buslinie 54 und 56 gering neutral neutral neutral Lohnt die Diskussion nicht.
5.06 P Werther und Campus verbinden gering gering neutral neutral Lohnt die Diskussion nicht.
5.07 H Verkehrliche Campus-Anbindung von Norden über die Dürerstraße hoch hoch hoch hoch Essentiell.
5.08 H ÖPNV Fahrgastinformationen sehr gering gering hoch gering Lohnt die Diskussion nicht.
5.09 H Kreuzung Voltmannsstraße/Kurt-Schumacher Straße gering neutral gering neutral Verbesserungspotenzial kaum erkennbar.
5.10 H Radschnellweg Innenstadt neutral hoch gering hoch Hohe Hürden für die praktische Realisierung.
5.11 P Radschnellweg Schildesche gering neutral neutral neutral Vorzeigeprojekt, Nutzen eher gering.
5.12 P Radwege auf dem Campus gering neutral hoch gering Überflüssig.
5.13 H Übergang ZiF gering gering gering neutral Überflüssig.
5.14 P Fahrzeug-Sharing sehr gering gering hoch sehr gering Existiert schon (privatwirtschaftlich organisiert).
5.15 P Frei verfügbare Fahrräder auf dem Campus gering neutral gering hoch Überflüssig.

Aktuell

Interaktive Karte zum Regionalplan

Unsere interaktive Karte zu allen einzelnen im neuen Regionalplan zur künftigen Bebauung beantragten Flächen Bielefelds. Mit Hintergrundinformationen von Fachleuten des Klima- und Naturschutzes und mit einer Hilfe zur Formulierung von Einwendungen. Fristende: 31.3.2021.
 


Veranstaltungen zur Kommunalwahl

10.8.2020
Bielefeld-natürlich hat in einer coronabedingt nichtöffentlichen Veranstaltung Vertreter der Ratsparteien angesichts der Kommunalwahl zum Thema "Bebauung in Dornberg/Babenhausen nach dem OEK und Klimaanpassung", sowie "Flächenverbrauch" und "Verkehr" befragt. Es kamen: SPD, Die Grünen, CDU, Die Linke, Bürgernähe/Piraten, LiB und UBF, z.T. die Spitzenkandidaten der Parteien. DIe FDP und BfB haben nicht reagiert. Hier gibt's den Videofilm.

Eine zweite Videoaufzeichnung haben wir für die Veranstaltung von pro-grün e.V. am 14.8.2020 angefertigt. Das Thema war Flächenverbrauch, Wohnen und Landwirtschaft. Anwesend waren bis auf zwei neue Personen dieselben Vertreter derselben Parteien. Die Veröffentlichung erfolgte hier: pro-grün.
 
 
12.09.2019
Gutachten zur Kosten-Nutzen-Berechnung der Stadtbahnverlängerung muss für den Fördermittelgeber nachgebessert werden
Wir haben erfahren, dass offenbar nicht nur wir die Berechnung des volkswirtschaftlichen Nutzwertes anzweifeln. Offenbar will auch der Fördermittelgeber NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe), dass das Gutachten noch einmal besser durchgerechnet wird.
Ergänzung:
Mittlerweile hat der NWL zugestimmt, dass die 18 Mio. EUR verbaut werden dürfen - mit Verweis auf die Option zur städtebaulichen Entwicklung.
9.9.2019
Stadtbahn über das Feld nach Ortsteilentwicklungskonzept  führt zu Abriss von neu gebauter Haltestelle, von Gleisen, anderen Bauten und evtl. Teilen der Dürerstraße samt Kreisverkehr
Die Verwirklichung der Weiterführung der Stadtbahn über den Poggenpohl (OEK, S.37) bedeutet, dass die neu zu bauende Endhaltestelle Dürerstraße (die dazu dienen soll, dass die Linie 4 irgendwann durch die Dürerstraße geführt wird), ca. 100m Gleis, eine Lärmschutzwand, sowie Infrastrukturbauten (z.B. der Aufenthaltsraum), d.h. alles Neubauten, mit dem Weiterbau über das Feld wieder abgerissen und 100m vorher wieder aufgebaut werden müssen. Dasselbe gilt möglicherweise für einen Teilabriss der dann neuen, an die Haltestelle anhängenden Dürerstraße samt Kreisverkehr.
Das ist für uns (und bestimmt auch für den Bund der Steuerzahler/innen) zum einen eine weitere Verschwendung von Millionen EUR Steuermitteln. Zudem fragen wir die Politik, was das für den Gestaltungsplan des Bebauungsplans Grünewaldstraße bedeutet, z.B. hinsichtlich der Lärmbelastung des künftigen Wohngebietes und hinsichtlich der Wegeachse, für die extra der gut erhaltende ortsbildprägende Kotten abgerissen werden soll.
2.5.2019
Das überarbeitete Ortsteilentwicklungskonzept

Hier weitere Informationen seitens der Stadt. Vor allem die konkrete Planungsskizze ist erschreckend-interessant. Alle unsere warnenden Überlegungen zum Thema Verkehr werden drei Jahre später bestätigt. Konkret bedeutet es: auf dem Wäldchen am Poggenpohl/Röteweg und den Feldern herum ist eine bis zu fünfgeschossige(!) Bebauung vorgesehen. Insgesamt muss zunächst von 20.000 zusätzlichen Kfz-Bewegungen ausgegangen werden (die hoffnungsvoll schöngerechnet werden) - mehrere Tausend davon betreffen die Schloßhofstraße.
 
8.6.2017
Ortsteilentwicklungskonzept, in der Version, wie sie heute mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Grundschule Babenhausen diskutiert wurde